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Die 17 gilt in Italien traditionell als Unglückszahl – und genau um diese Zahl dreht sich Diciassette. In dem schnellen Bluffspiel werden nacheinander Karten in eine gemeinsame Reihe gelegt. Einige Werte sind für alle sichtbar, andere bleiben verborgen. Entscheidend ist die Frage: Wie hoch ist die Summe wirklich, und wann ist der richtige Moment gekommen, „17!“ zu rufen?
Wer an der Reihe ist, legt eine Karte in die Reihe. Dabei dürfen die Mitspieler längst nicht immer sehen, welchen Wert die neue Karte tatsächlich beiträgt. Während die Kartenfolge wächst, muss deshalb aufmerksam verfolgt werden, welche Werte bekannt sind und welche Informationen fehlen. Gleichzeitig kann natürlich geblufft werden, um die anderen über die tatsächliche Summe im Unklaren zu lassen.
Wer glaubt, dass die Werte der ausgespielten Karten zusammen 17 erreicht oder überschritten haben, ruft „17!“. Nun zeigt sich, ob die Einschätzung richtig war. Wer zu früh misstrauisch wird oder sich von einem überzeugenden Bluff täuschen lässt, riskiert eine Strafe. Damit entsteht mit jeder neuen Karte mehr Spannung: Weiterspielen und darauf vertrauen, dass noch Luft nach oben ist – oder die Behauptung der anderen anzweifeln?
Zusätzliche Spezialkarten bringen weitere Wendungen in die Partie. Sie können unter anderem die Spielrichtung verändern, die nächste Person dazu zwingen, zwei Karten auszuspielen, oder dafür sorgen, dass die zuvor gespielte Karte wieder aus der Reihe entfernt wird. Dadurch lässt sich die vermeintlich sichere Berechnung plötzlich verändern und auch eine bereits geplante Strategie kann schnell hinfällig werden.
Um die Partie zu gewinnen, müssen drei Siegpunkte erreicht werden. Dafür sind weniger mathematische Fähigkeiten als vielmehr Beobachtung, Einschätzung und ein überzeugendes Pokerface gefragt. Da offene und verdeckte Informationen miteinander kombiniert werden, bleibt die tatsächliche Summe häufig unsicher und die Spieler müssen entscheiden, wem und welchen Hinweisen sie vertrauen.
Diciassette wurde vom japanischen Spieleautor Munetoshi Harigaya entwickelt. Die Idee entstand aus dem italienischen Aberglauben rund um die Unglückszahl 17. Die grafische Gestaltung stammt von Petra Eriksson. Das Bluffspiel ist für 2 bis 6 Personen ab 8 Jahren geeignet und dauert etwa 20 Minuten.
Diciassette erscheint bei HELVETIQ. Der Schweizer Verlag entwickelt und veröffentlicht Spiele mit einem besonderen Augenmerk auf zugängliche Spielideen und charakteristisches Design und führt ein vielseitiges Programm aus Kinder-, Familien-, Karten-, Kooperations- und Strategiespielen.
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